Städtebauliches Highlight: Speicherstraße am Dortmunder Hafen

Dominik De Marco

Seit einigen Jahren laufen Planungen, das kaum noch genutzte und heruntergekommene Gewerbegebiet an der Speicherstraße völlig neu zu gestalten und neu zu nutzen. Seit 2019 findet diese Planungen begleitend auch ein regelmäßiger Bürgerdialog statt. Dieser Dialog wird von dem Chef der Wirtschaftsförderung und jetzigen Oberbürgermeisterkandidaten der SPD moderiert. Hier entsteht ein Städtebauprojekt, welches eine positive Wirkung auf die gesamte Nordstadt haben wird.

Entlang einer Hafenpromenade am Stadthafen und Schmiedinghafen mit hoher Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer entstehen Bildungseinrichtungen, Büros für start ups und andere IT-Unternehmen sowie Restaurants und Cafes.

Im Bereich südliche Speicherstraße, also am Stadthafen ist die Planungsphase bereits in die Bauphase übergegangen. Am Santa Monika Anleger entsteht der „Leuchturm“, ein gläsernes Gebäude mit Büros und Restaurants, das vom Anlegeplatz aber auch direkt von der Bücke am Sunderweg erreichbar sein wird.

Im Haus der ehemaligen Spedition Schenker entsteht der „Lensing Mediaport“. Das Gebäude wird aufwendig umgebaut, um einerseits den baulichen Charakter zu erhalten und andererseits eine optimale Nutzung für ein Medienunternehmen zu garantieren.

Im Lagerhaus Speicherstraße 15 wird der „Heimathafen Nordstadt“ einziehen. Hier werden Weiterbildungsangebote, soziale Beratung und interkulturelle Veranstaltungen durchgeführt. Auch die Städtische Musikschule ist hier beteiligt.

Auch die Akademie für Digitalität und Theater wird ihr Domizil an der südlichen Speicherstraße haben. Diese Studienstätte für Theaterleute wurde von dem ehemaligen Intendanten des Dortmunder Theaters Kai Voges angeregt und ist zumindest in Deutschland einmalig.

Neben öffentlichen Geldern kann das alles nur auch mit privaten Investitionen gestemmt werden. Allein die Landmarken AG wird in den Gründungs- und Innovationscampus Hafenforum bis zu 35 Millionen Euro investieren.

Während die südliche Speicherstraße bereits „in Bau“ ist, wird die nördliche Speicherstraße konkret geplant. Hier geht es um den Bereich zwischen Schmiedinghafen und Kleingartenanlage Hafenwiese. Einen städtebaulichen Wettbewerb hat das Architekturbüro COBE aus Kopenhagen gewonnen. Dieser Entwurf mit dem Motto „ein Hafen für alle“ ist jetzt Grundlage für die weitere Planung:

Das Silogebäude der Raiffeisengenossenschaft soll mit neuer Nutzung erhalten werden. Am Beginn des Schmiedinghafens entsteht an historischer Stelle eine neue mobile Brücke, die östlich auf die zu einem Platz erweiterte Hafenpromenade trifft. An der Ostseite des Platzes wird ein großes Gebäude für ein Berufskolleg entstehen.

Weiter nördlich rücken wieder Bürogebäude an die Hafenpromenade. Der Liegeplatz des Kneipenschiffes „Herr Walter“ soll hier erhalten bleiben.

Östlich des neuen Berufskollegs wird die große Lagerhalle erhalten und innen für eine kleinteilige Nutzung durch Unternehmen umgebaut. Als Abschluß zur Kleingartenanlage Hafenwiese / Westerholz sind niedrige Gebäude für gewerbliche Nutzung vorgesehen. Hier – abgeschirmt vom Hafen – könnte sich die Nordstadt-SPD allerdings auch Wohnbebauung vorstellen.

Die südliche Speicherstraße ist über die U-Bahn-Haltestelle Hafen sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Für die nördliche Speicherstraße ist unbedingt die Anbindung durch eine Buslinie erforderlich. Hier werden auch zwei Parkhäuser errichtet, die aber leicht für eine andere Nutzung umgebaut werden können, wenn der Schwerpunkt der Mobilität sich weg vom Auto und hin zu anderen Verkehrsmitteln ändern sollte.

Die Nordstadt-SPD ist überzeugt, daß dieses Projekt eine positive Entwicklung für das gesamte Hafenquartier und die Nordstadt fördert. Das Angebot für Arbeit, Bildung und Freizeit wird besonders für die Bürger der Nordstadt, aber auch für alle Dortmunder attraktiv sein!

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