Eine neue Idee für das Nordbad.

Thomas Oppermann

Warum nicht mal ungewöhnliche Wege gehen? Anstatt das Nordbad abzureißen und vorher an anderer Stelle ein neues Bad zu bauen, wollen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, um am jetzigen Standort ein Hallenbad zu behalten und dieses besser auszustatten.

Wir wollen den Standort des jetzigen Nordbads nicht aufgeben. Zentral in der Nordstadt ist das Nordbad für mehrere Schulen fußläufig erreichbar. Es hat eine direkte Anbindung an die Stadtbahn, damit ist es vom Standort her nicht nur bestens für die Pflichtaufgabe des Schulschwimmen geeignet, sondern auch für viele Bürgerinnen und Bürger einfach und ohne Auto zu erreichen.

Am 18.11. soll der Rat über eine Machbarkeitsstudie für die Bäder in der Nordstadt beraten. Die zu prüfenden Optionen gehen jedoch alle davon aus, dass das Nordbad abgerissen werden soll, nachdem an anderer Stelle ein neues Bad gebaut wurde. Ein Neubau an gleicher Stelle wird dabei ausgeschlossen, da die von der Verwaltung benannte 4-jährige Planungs- und Bauzeit, für das Schul- und Vereinsschwimmen untragbar wäre.

Wir wollen mit einer weiteren Variante prüfen lassen, ob ein Hallenbad am jetzigen Standort nicht doch erhalten werden kann. Dazu soll in einem ersten Schritt am Nordbad ein zusätzliches Schwimmbecken angebaut werden, dies wird sowieso benötigt, um den Bedarf der Schulen und Vereine zu decken. Nachdem dieser Neubau erreichtet ist, könnte dann das Nordbad saniert werden. Am Ende stünde in der Nordstadt ein größeres Hallenbad in bester zentraler Lage wieder zur Verfügung.

Neben dem Erhalt des Nordbads an seinem jetzigen Standort, hätte diese Lösung auch zu Folge, dass wir keine weiteren Flächen in der Nordstadt bebauen. Gerade der Flächenverbrauch ist ein Faktor, der bei den Wirtschaftlichkeitsberechnen immer wieder außer Acht gelassen wird, für die dicht besiedelte Nordstadt aber durchaus wichtig ist, denn wir brauchen jede Freifläche. Wobei die Berechnungen für die Wirtschaftlichkeit nur geringe Aussagekraft haben, da in der Regel die realen Kosten des Neubaus, deutlich von den Planzahlen abweichen.

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